
Hallo, ich bin Samuel Häde – deutscher Dokumentarfilmer und Reporter mit Wahlheimat Tbilisi, Georgien. Im Kaukasus und in vielen anderen Regionen der Welt begleite ich Menschen mit der Kamera und erzähle ihre Geschichten.

.jpg)
Mich faszinieren Lebensrealitäten, die sich von meiner eigenen unterscheiden. Denn jede gute Geschichte beginnt für mich mit echter Neugier auf die Perspektive anderer.
Meine Filme sollen dazu einladen, Menschen, Orte und Welten kennenzulernen, die uns sonst verborgen bleiben. Nicht jede Geschichte bringt uns einander näher. Manche erzählen von Konflikten, Widersprüchen oder unbequemen Wahrheiten. Doch wenn sie dazu beitragen, anderen vorurteilsfreier zu begegnen und unsere komplexe Welt ein Stück besser zu verstehen, haben sie genau das erreicht, was ich mir wünsche.
Die Nähe zu meinen Protagonistinnen und Protagonisten beginnt mit der Art, wie ich arbeite. Viele meiner Filme realisiere ich allein oder in kleinen Zweierteams. Das gibt mir die Freiheit, flexibel auf neue Situationen zu reagieren und den Raum zu schaffen, in dem Vertrauen wachsen kann. Viele der stärksten Momente entstehen genau so – ungeplant, ungestellt und nah an den Menschen.
.jpg)
.jpg)
Meine Dokumentationen begleiten Menschen, deren Leben von Identität, Konflikten und gesellschaftlichem Wandel geprägt ist. Ob ein Bollywood-Schauspieler zwischen Ruhm und Privatleben, junge Freiwillige an der Front in der Ukraine, Hirten, die jahrhundertealte Traditionen in Georgien bewahren, oder Frauen, die gegen Mexikos Femizidkrise kämpfen – anhand ihrer persönlichen Geschichten erkunde ich die Kräfte, die unsere Welt prägen.
Statt globale Themen aus der Distanz zu erklären, erzähle ich sie durch die Menschen, die sie tagtäglich erleben. Meine Filme entstehen aus Neugier, Vertrauen und oft über viele Jahre gewachsenen Beziehungen. So ermöglichen sie einen intimen Einblick in Lebenswelten, die Außenstehenden meist verborgen bleiben.
Im Kern stellen meine Dokumentationen eine einfache Frage: Was kann uns die Geschichte eines anderen Menschen über uns selbst erzählen?
Seit 2020 entstehen meine Dokumentationen in Zusammenarbeit mit den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF. Für meine Arbeit wurde ich 2021 vom medium magazin als einer der „Top 30 bis 30“-Journalistinnen und -Journalisten Deutschlands ausgezeichnet. Heute berichte ich aus dem Kaukasus und überall dort, wo mich eine gute Geschichte hinführt.


Die besten Geschichten findet man immer noch vor Ort. Als Reporter und Dokumentarfilmer begleite ich Menschen und Ereignisse dort, wo Geschichten entstehen, sowohl vor als auch hinter der Kamera. Dank meiner Hostile Environment and Emergency First Aid (HEFAT)-Ausbildung bin ich auf Recherchen und Drehs in anspruchsvollen und risikoreichen Umgebungen vorbereitet.

Die Arbeit an einem Dokumentarfilm beginnt lange vor dem ersten Drehtag. Jede Geschichte entsteht auf Grundlage sorgfältiger Recherche. Wann immer möglich, verbringe ich Zeit vor Ort, um die Menschen, Orte und Zusammenhänge hinter einer Geschichte wirklich zu verstehen, denn nur wer den Kontext kennt, kann ihn authentisch erzählen.

Dank meines kompakten Produktions-Setups kann ich nah an der Geschichte bleiben, mich flexibel an jede Situation anpassen und intime Momente einfangen, die für größere Filmteams oft unerreichbar sind – ohne Kompromisse bei der Bildqualität.

Ein großer Teil der Arbeit beginnt erst nach Abschluss der Dreharbeiten. Da ich viele meiner Dokumentationen selbst entwickle, übernehme ich in der Regel auch die Postproduktion. So bleiben Dramaturgie, Rhythmus und die ursprüngliche erzählerische Vision eines Films bis zur finalen Fassung erhalten.